14. Okt. 2026

Demenzparcours an der Grund- und Mittelschule Bruckberg-Gündlkofen

ILE Holledauer Tor  und Koordinierungsstelle Demenz sensibilisieren Jugendliche für den Alltag mit Demenz

 

Was bedeutet Demenz und welche Herausforderungen bringt die Erkrankung im Alltag mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Grund- und Mittelschule Bruckberg-Gündlkofen bei einem Demenzparcours, den die ILE Holledauer Tor gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Demenz des Landkreises Landshut organisierte.

 

Zu Beginn setzten sich die Jugendlichen mit dem Krankheitsbild Demenz und den damit verbundenen Einschränkungen auseinander. Bei einer gemeinsamen Aufgabe hörten sie eine Geschichte, in der Wörter und Buchstaben verdreht waren, und beantworteten anschließend Fragen zum Inhalt. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es sein kann, Informationen richtig aufzunehmen und zu verstehen.

 

Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen selbst aktiv werden. Sie deckten als „Oma Erna“ einen Tisch für drei Personen und teilten Essen möglichst gleichmäßig auf – mithilfe eines Spiegels. Weitere Aufgaben waren das Erraten verdrehter Wortstellungen, das Neuordnen von Gegenständen anhand einer vorgelesenen Geschichte sowie das Aufräumen einer Wohnung, in der verschiedene Gegenstände nicht an ihrem gewohnten Platz lagen.

 

Wie herausfordernd die Übungen waren, brachte eine Schülerin treffend auf den Punkt: „Mann, das ist voll schwer!“ Die Jugendlichen erlebten, wie viel Konzentration selbst alltägliche Tätigkeiten erfordern können, wenn Wahrnehmung und Orientierung beeinträchtigt sind. Einige berichteten zudem von eigenen Erfahrungen mit Demenz in der Familie.

 

Betreut wurde der Vormittag von Frau Segler-Liu und Frau Szabo von der Koordinierungsstelle Demenz des Landkreises Landshut. Sie begleiteten die Jugendlichen durch die Stationen und vermittelten ihnen einen anschaulichen Einblick in die Herausforderungen, denen Menschen mit Demenz begegnen.

 

Ziel der Aktion ist es, Verständnis zu schaffen und Berührungsängste abzubauen. Die ILE Holledauer Tor plant deshalb, den Demenzparcours künftig jedes Jahr an einer anderen Mittelschule im ILE-Gebiet anzubieten. So sollen möglichst viele junge Menschen für das Thema sensibilisiert werden und lernen, Menschen mit Demenz mit Verständnis, Geduld und Rücksichtnahme zu begegnen.