Kommunale Wärmeplanung

Mit mehr als 50 % des Energieverbrauchs verursacht die Wärmeversorgung einen Großteil des Treibhausgasausstoßes in Deutschland. Deshalb wurden über das Wärmeplanungsgesetz alle Kommunen verpflichtet, bis 2028 ein Konzept zu entwerfen, wie die Wärmeversorgung vor Ort künftig klimafreundlicher gestaltet werden kann. Hierbei geht es insbesondere um die langfristige Umstellung dezentraler fossiler Heizsysteme auf umwelt- und klimafreundlichere Wärmeversorgung. Diese soll sich an die Gegebenheiten vor Ort anpassen – und dabei einen kosteneffizienten und praktikablen Weg aufzeigen. Davon können sowohl die Kommunen als auch Hausbesitzer und Unternehmen profitieren. Wichtig ist, dass die kommunale Wärmeplanung keine Verpflichtungen für Hauseigentümer oder die Kommune schafft. Sie dient vielmehr als Orientierungs- und Planungsinstrument und soll Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und den Kommunen mehr Sicherheit bei zukünftigen Investitionen in Heizsysteme geben.

 

Interkommunale Kooperation soll Kosten senken und Synergien schaffen

Die acht Kommunen Furth, Hohenthann, Obersüßbach, Rottenburg an der Laaber, Pfeffenhausen und Weihmichl aus der ILE Holledauer Tor sowie die Gemeinde Bayerbach bei Ergoldsbach und der Markt Ergoldsbach gehen bei der kommunalen Wärmeplanung künftig gemeinsame Wege. Die Federführung übernimmt dabei die ILE. „Mit der interkommunalen Zusammenarbeit möchten die beteiligten Kommunen ihre Kräfte bündeln, Kosten reduzieren und Synergien vor Ort schaffen“, berichtet der Vorsitzende der ILE Holledauer Tor, Herr Hans-Peter Deifel. „Dafür bietet die ILE den perfekten Rahmen – und es freut uns sehr, dass sich zusätzlich noch zwei weitere Nachbarkommunen angeschlossen haben.“ Das Projekt ist ein wichtiger Schritt, um die gesetzlichen Anforderungen der kommunalen Wärmeplanung zu erfüllen und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile für die beteiligten Kommunen zu erzielen. Die Herausforderungen der Energiewende machen nicht an Gemeindegrenzen halt – daher möchten die Kommunen gemeinsam zusammenarbeiten, um langfristige Strategien für eine klimafreundliche, sichere und bezahlbare Wärmeversorgung zu entwickeln.

 

Kräfte bündeln statt doppelter Arbeit

Die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung ist ein komplexer Prozess, der umfangreiche Schritte, Analysen und Abstimmungen erfordert. Werden diese Aufgaben von jeder Kommune einzeln durchgeführt, entstehen hohe Kosten und vielfach ähnliche Arbeitsaufwände. Daher haben sich die Kommunen entschieden, die Abwicklung der kommunalen Wärmeplanung an die ILE zu übertragen. So können nicht nur die Arbeitsbelastungen für die einzelnen Verwaltungen reduziert, sondern auch Kosten gespart werden. Doch die acht Kommunen versprechen sich von der gemeinsamen Planung nicht nur finanzielle Vorteile. So könnten auch regionale Potenziale besser erkannt und genutzt werden, etwa bei der Entwicklung von Wärmenetzen oder der Erschließung erneuerbarer Energiequellen. Darüber hinaus profitieren die Kommunen vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

 

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